GESCHICHTE

In der Geschichte Chinas findet man die ersten ausführlichen Hinweise auf die Klanglichkeit des Steines. Nach den vielfältigen Mythen über den Klingstein gibt es durch archäologische Funde aus der Shang II-Dynastie (1350-1050 v.Chr.) die ersten konkreten Beispiele. Trommeln mit den dazugehörenden Schlegeln und ein nur hier vorkommender KlingStein, ein ch´ing werden gefunden.


Die genauere Bezeichnung für den Klingstein, der eine bestimmte Größe zu haben hatte, war t´e-ch´ing, das umfangreichere Klingsteinspiel hiess pien-ch´ing. Der Fundort enthielt noch Flöten, die der Okarina gleichen und Steine, die genau gestimmt waren.




Der Klingstein wurde in pentagonaler Form gebaut und an einem Gestell aufgehängt.
Er stammt aus der früheren oder mittleren Chou-Zeit.






Für den Jadeklingstein wird das edelste Material verwendet, welches sehr selten vorkommt. Jade war damals und ist heute noch äußerst wertvoll. Der abgebildete Klingstein war sehr beliebt. Er stellt in Form einer Scheibe den Himmel als yang-Prinzip und die Erde in der Mitte als yin-Prinzip dar.


Klingstein. Das Klingsteinspiel wird pien-ch´ing genannt und heute noch verwendet. Gestimmte Platten werden in einem Gestell aufgehängt und schwingen frei. Die meisten Klingstein-spiele sind nicht mehr in China zu finden sondern werden in archäologischen Museen aufbewahrt. Die beigefügte Abbildung stammt aus dem Royal Ontario Museum of Archaeology von Toronto. Die 16 verwendeten Steine sind alle gestimmt und beinhalten 12 Halbtöne in der Oktave. Klingsteine behalten ihre Stimmung über Jahrzehnte mit geringster Abweichung bei.


Der Klang des Steins ist nachweislich als edel bezeichnet worden.

Manfred Kniel entwickelte im Ensemble KLANGSTEIN ein eigenes KlangSteinspiel, welches unterschiedliche Steinarten und Steinformen miteinander kombiniert. Er verwendet eine mit Kieseln gefüllte Kiste, welche er mit den Füßen spielt, einen Felsblock, in welchen Löcher gebohrt sind, verschiedene Steinplatten, Bohrkerne und weitere unterschiedliche Steintypen und Skulpturen. Er erweitert sein Instrumentarium permanent.