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Das Wort Stein kommt aus der indogermanischen Sprachwurzel stai, was soviel wie gerinnen, verdichten, festwerden bedeutet. Ein Stein ist etwas Geronnenes, Prozeßhaftes. Das Element Stein zeigt seine Schönheit, wenn man die hässliche Hülle, verschmutzt und verdreckt, öffnet, wenn man in den Bauch des Steines schaut. Das Element Stein steht bei uns für die Unsterblichkeit, das Unbezwingbare, Ewige, Beständige, und, obwohl die Menschen von früh an Steine sammeln, für das Unnahbare. Das Element Stein liegt immer unter unseren Füßen. Unter dem Pflaster, unter dem Teer liegt der Sand, liegt der Stein, liegt der Fels.
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| Klang ist kein der Elemente wie Feuer oder Wasser, Klang ist die Substanz, welche in allen Dingen, nicht sichtbar vorhanden ist, den Hörsinn des Menschen beschäftigt. Der Klang und seine zeitliche Dimension, der Rhythmus sind die Phänomene, welche den Prozess des Lebens, den Prozeß des Entwickelns ausmacht und zusammenhält. Ohne Schwingung, ohne Pulsation, innerlich und äußerlich, ist kein Leben, sowohl im Menschen als auch in der Materie möglich. Die Welt ist Klang, Nada Brama. In der Antike ging man davon aus, daß das Weltall klingt und bezeichnete die Musik der Planeten als Sphärenharmonie, als Musica Mundana. Diese Ordnung spiegelte sich dann im Menschen wider und wurde dort als Musica Humana bezeichnet. Schließlich findet diese Musik ihren Klang in den Instrumenten wieder, der Musica Instrumentalis, der niedrigsten Stufe. |
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Stein ist nicht tot, Stein ist auch nicht nur dazu da, um Straßen zu bauen, Gebäude, Skulpturen,Stein lebt in dem Sinne, wie Materie immer lebt: er, der Stein, sie, die Materie, klingt. Sie schwingen in ihrer inneren molekularen Struktur, ihr inneres eigenes System besitzt diesen Klang, wie jede Materie klangfähig ist, jede auf ihre eigene Art. Sie besitzen diese Möglichkeit, benötigen jedoch die Bewohner dieses Planeten, um diesen Klang hörbar zu machen. Aus Marmor, Travertin, Serpentin und Granit, was aber andere Steine nicht ausschließt werden Klangkörper entwickelt, die durch spezielle Arten des Streichens mit den Fingern und Händen zum Klingen gebracht werden. Kein Stein gleicht dem anderen, jeder verfügt über ein sehr eigenes, individuelles Klangpotential. Die Eigenarten müssen erarbeitet, erkannt werden, sie sind die Voraussetzung für die Entwicklung der Klanglichkeit des Steins, ein Vorgang, der sich über viele Monate und Jahre hinziehen kann.
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| Wasser,Stein und Klang Beide Elemente, das Wasser und der Stein hängen in ihrer erdgeschichtlichen Entstehung engstens miteinander zusammen. Sie bilden die Hauptbestandteile unseres Planeten, sowohl in flüssiger als auch in fester Form. Jeder Stein enthält Wasser und gibt dies erst nach vielen Jahren, wenn er aus dem Prozeß der Natur herausgenommen ist, ab. Wasser ist gleichzeitig der größte Feind des Steins. Dringt Wasser in den Stein ein und gefriert dies, kann der Stein gesprengt werden. Fließt Wasser ununterbrochen über den Stein, wie dies in jedem Bach, jedem Fluß geschieht, wird der Stein langsam abgerieben, aus Stein entsteht Sand, aus Sand Staub. Wasser ist notwendig, um den Stein spielen zu können. Wasser legt sich wie ein Film über den Stein und nimmt ihm seine Härte. Wasser weicht die Hände, die Finger auf und gibt ihnen Geschmeidigkeit. Somit sind die Voraussetzungen gegeben, ohne jeglichen Kraftaufwand den Klang aus der Materie Stein zu entwickeln. Der Klang des Steins enthält das Gedächtnis der Erde. |
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