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Mythos I Aller Töne Anfang liegt am Herzen des Menschen Mythos II Gott schläft in den Steinen, atmet in den Pflanzen, träumt in den Tieren und erwacht im Menschen. (aus den indischen Veden) In der indischen brahmanischen Schöpfungsmythologie wird berichtet, daß die ersten Menschen durchsichtige, leuchtende und klingende Wesen waren, die über die Erde flogen. Erst als sie sich zur Erde herabließen und begannen Pflanzen zu essen, verloren sie ihre Leichtigkeit und ihre eigene Leuchtkraft. Ihre Körper wurden undurchsichtig und das Einzige, das von ihrer ursprünglichen Tonsubstanz übrig blieb, war ihre Stimme. Der Schall bildet auch in der indischen Mythologie das allen kosmischen Erscheinungen gemeinsame Urelement. Götter sind die reinsten Klänge. Von den anderen Lebewesen bis zu den Gegenständen sinkt die Größe und Art des Anteils zwar allmählich ab, aber es gibt trotzdem kein Ding, das nicht irgendeine verborgene Stimme hätte. Einen ganz spezifischen Anteil an der Ursubstanz hat der klingende Stein, insbesondere der vulkanische Phonolit, den man als die älteste Materie betrachtet. Felsen, die eine menschen- oder tierähnliche äußere Gestalt aufweisen, gelten als versteinerte Götter oder Hymnen. Aus der gleichen Vorstellung von der Natur der Materie entspringt auch die Idee, daß Gestirne, Menschen und Tiere ebenfalls aus Steinen hervorgegangen sein könnten. Mythos III Die Götter ließen einst an einem langen Seil eine Banane und einen Stein herab, um die Menschen auf die Probe zu stellen, welches Geschenk des Himmels sie vorziehen würden. Erwartungsgemäß entschieden sich die Neuguianer für die Lebensfrucht Banane. Dieser Moment besiegelte aus der Sicht des Mythos die Sterblichkeit des Menschengeschlechts. Indem der Mensch sich gierig an die reife Frucht des Lebens klammert, verliert er das Leben. Hätte er dagegen den vordergründig weniger attraktiven Stein gewählt, dann hätte der Mensch von den Göttern als Belohnung das Geschenk der Unsterblichkeit erhalten. |